#wienbegrünen

Großer Ideenwettbewerb für begrünte Straßen und Plätze – die Siegerprojekte stehen fest!

Mehr als 500 Ideen für Begrünungsmaßnahmen auf Plätzen und Straßen in Wien haben sich dem Voting gestellt. Im Publikumsvoting haben 15.000 Wienerinnen und Wiener ihre Lieblingsideen bewertet. Die Fachjury hat alle Einreichungen nach den vorher festgelegten Kriterien – wie Umsetzbarkeit, Wirksamkeit, Innovationsgrad, Betreuungsintensität und Beispielwirkung – beurteilt. Die Projekte können noch immer in unserer Ideengalerie angesehen werden. Und die KategoriesiegerInnen gleich hier!

Die Stadt Wien prüft nun, wie die einzelnen Sieger-Projekte bestmöglich realisiert werden können, und will rasch mit der Umsetzung starten. Auch aus den vielen weiteren Zusendungen könnten noch weitere umgesetzt werden. Sie werden von den zuständigen Dienststellen einem Check unterzogen und mit den Bezirken besprochen – eventuell finden sich in der Fülle der Ideen weitere praktikable Projekte für Wiens Straßen und Plätze. Auch vielversprechende Projekte mit anderen Themen, die deshalb nicht im Rahmen dieses Wettbewerbs beurteilt werden konnten, werden an die betreffenden Fachabteilungen zur weiteren Prüfung weitergeleitet.

Wir sagen Danke für jede Idee, jeden Vorschlag!
So begrünen wir unsere Stadt gemeinsam!

Kategorie „Asphaltierte Flächen und Plätze“

Modell Begrünung Seestadt Aspern

BEGRÜNUNG SEESTADT U-BAHNSTATION-VORPLATZ

Die Begrünungsidee
Der Platz wird aktuell von einem Stein-Kunstwerk dominiert, das die ehemaligen Asperner Flugfeld-Landebahn symbolisiert. Die Kernkomponente des Sieger-Konzeptes ist eine ringförmige grüne Linie, die die Landebahn „umarmt“ und die Form der Seestädter Gürtelstraße abbildet. Der Ring besteht aus elf einfach gehaltenen Pflanztrog-Bank-Modulen aus Holz, die mit schnellwachsendem Hopfen berankt, nicht nur Schatten spenden, sondern auch Platz für die Grundzutat des vom Sieger angedachten Seestädter Craft-Beers bieten.

Der Gewinn aus dem Verkauf des Biers soll laut dem Erfinder in zukünftige Seestadtbegrünungsprojekte fließen. Mit moderner Nebeltechnik erweitert, sorgt der Ring für Abkühlung an heißen Tagen. Auf der Außenseite können an Montagevorrichtungen temporär Ausstellungstafeln angebracht werden und so einen Ausstellungsort bilden. Zudem sind weitere Begrünungsmaßnahmen am aktuell sehr heißen Platz vorgesehen.

Eingereicht von:
Sabi Rimanóczy

Vorgesehener Umsetzungsort:
Seestadt, Wangari-Maathai-Platz

Link zum Projekt:
https://wienwirdwow.submit.to/browse/categories/4162/entries/92294

Kategorie „Lebenswerter Straßenraum“

Wo aus Schnupfenboxen Freiräume entstehen sollen

SCHNUPFENBOXEN ZU FREIFLÄCHEN

Die Begrünungsidee

Der Platz im öffentlichen Raum, der aktuell von den Schnupfenboxen der Stadt Wien belegt wird, könnte nach der Idee der Gewinnerin der 2. Kategorie nach Corona dauerhaft für Begrünungsmaßnahmen umgestaltet werden. So kann die Hitze im Sommer reduziert werden, es werden Räume geschaffen, die zum Spazierengehen einladen und es entstehen breitere Gehsteige.

Die Umsetzungsmöglichkeiten erstrecken sich auf das gesamte Stadtgebiet.

Eingereicht von:
Linda Schneider

Vorgesehener Umsetzungsort:
beispielsweise am Mildeplatz im 16. Bezirk

Link zum Projekt:
https://wienwirdwow.submit.to/browse/categories/4163/entries/91154

Kategorie „Auf engstem Raum“

DIE NEUE NORMALITÄT

Die Begrünungsidee

Im 5. Wiener Gemeindebezirk sind weite Teile dicht verbaut, es gibt wenig grüne Freiflächen, enge Straßenräume und somit viel Potenzial für innovative und dennoch einfache Lösungen für mehr Begrünung.

Die Siegerin dieser Kategorie hat eine Idee für die Schönbrunnerstraße/Strobachgasse eingereicht, dort gibt es einen Vorplatz mit drei großen Platanen, aber keine Aufenthaltsmöglichkeit und viel Bodenversiegelung. Mit dem Projekt „Die neue Normalität“ soll der Boden entsiegelt werden. Es soll Rasen gesät und/oder Hochbeete und Mobiliar zur Verfügung gestellt werden und so ein Beitrag für mehr Begrünung und ein Miteinander in einem dichtverbauten Bereich des Bezirks geschaffen werden.

Eingereicht von:
Hannah Wolfinger

Vorgesehener Umsetzungsort:
Schönbrunnerstraße/Strobachgasse (Vorplatz eines Supermarktes)

Link zum Projekt:
https://wienwirdwow.submit.to/browse/categories/4164/entries/91267

Kategorie „Ideen, die aus dem Rahmen fallen“

DER ASPERNER URWALDZYLINDER

Die Begrünungsidee

Für das Siegerprojekt soll auf rund 200 m2 in einem neuen Stadtentwicklungsgebiet ein Miniwald entstehen, der innerhalb von zwei Jahrzehnten die Eigenschaften eines Urwalds annimmt. Beim Konzept „Tiny Forest“ wird die Miyawaki-Methodik angewendet um auf sehr kleinem Raum einen äußerst diversen und dichten Mini-Urwald zu schaffen. In Europa wird das Konzept in den Niederlanden angewendet und von der Universität Wageningen erforscht. 25 unterschiedliche Baumarten sollen gepflanzt werden. Insgesamt sollen im Urwaldzylinder ca. 600 Bäume wachsen.

Die Lage des Urwaldes könnte sich im Eingangsbereich zum künftigen Stadtteil „Erzherzog-Karl-Straße Süd“ befinden und ist damit in unmittelbarer Nähe zur neuen Volks-und Mittelschule in der Langobardenstraße, die sich derzeit gerade im Bau befindet

Eingereicht von:
Adriaan Bayer

Vorgesehener Umsetzungsort:
1220 Wien, an der Langobardenstraße gleich neben der neuen Schule

Link zum Projekt:
https://wienwirdwow.submit.to/browse/categories/4165/entries/92360

Fachwettbewerb STADTGRÜN

Auch aus den 55 eingereichten Projektideen zum EU-weiten Fachwettbewerb hat eine hochkarätige Jury nun die Siegerprojekte gekürt. Diese sollen das Spektrum an Begrünungslementen im öffentlichen Raum kreativ ergänzen und wichtige Beiträge im Kampf gegen die Hitze in der Stadt leisten. Eingeladen waren LandschaftsarchitektInnen, ArchitektInnen, StadtplanerInnen, UrbanistInnen, RaumplanerInnen, DesignerInnen und KünstlerInnen. Der Fachwettbewerb lief parallel zum Ideenwettbewerb. Planungsstadträtin Ulli Sima und Klimastadtrat Jürgen Czernohorsky gratulieren den SiegerInnen!

Platz 1: „GreenDIVAN in VIENNA“

Büros adasca und Hohensinn Architektur, Graz

Sanela Pansinger, Karl Heinz Boiger, Theresa Obermayer, Martin Weinhandl und Mitja Bukovec entwarfen eine runde Sitzinsel mit einer schirmförmig ausladenden, begrünten Netzkonstruktion, um den Raum auch dort klimafreundlich machen zu können, wo keine Bäume gepflanzt werden können. Ein Beton-Sitzring mit Holzauflage fasst ein Pflanzbeet ein. Eine 3 – 4 m hohe schlanke Metallkonstruktion trägt ein spiralenförmig aufgespanntes Seilnetz, das mit vielfältigen Kletterpflanzen bewachsen ist.

Der GreenDIVAN soll aber auch Treffpunkt und Aufenthaltsort für die BewohnerInnen sein, enthält Photovoltaikmodule für E-Ladestationen und einen Wassertank für die Wasserversorgung der Pflanzen. Je nach Aufstellungsort, ist dieser „flexible Baum“ einzeln, in Gruppen und in unterschiedlicher Größe aufstellbar und aufgrund der attraktiven Gestaltung ein Blickfang und eine kleine Grünoase im Stadtraum.

Platz 2: „URBAN PARADISO“

PCD-ZTGmbH, Wien

Thomas Kuhnle und Christoph Zangl entwarfen eine Sitzbank mit Pflanztrog und einem aufgeständerten, zu begrünenden Schattendach, das aufgrund seiner kleinen Dimensionen auch in engen Straßensituationen aufgestellt werden kann. Es kann modular vielfältig kombiniert und erweitert werden. Die Sitzbank ist gleichzeitig Wasserspeicher für die Pflanzen und ist mit WLAN ausgestattet. Der Mast für das Schattendach dient zugleich der Beleuchtung. Das Schattendach selbst trägt Solarpaneele und fasst Regenwasser. Eine App steuert die Bewässerung. Auch dieses Projekt ist in unterschiedlichen Varianten ausführbar und erzielt mit vergleichsweise wenig Aufwand eine hohe Wirkung.

Platz 3: „GREEN DOTS WIEN“

Büros Martina Jauschneg & Josef Lueger unter Mitarbeit von Nina King, Wien

Als bewusster, fast symbolischer Akt soll an Orten, die ansonsten keine Begrünung zulassen, „grüne Trittsteine“ in versiegelten Flächen geschaffen werden. Unter aktiver Mitwirkung der Bevölkerung und nach Prüfung durch eine Kommission aus VertreterInnen des Bezirkes und der Stadt sollen Orte ausgewählt werden, an denen Belagsflächen gezielt „perforiert“ werden sollen, um Pflanzen Kleinststandorte im Öffentlichen Raum zu geben.

Dazu werden zylinderförmige Löcher mit bis zu 30 cm Durchmesser in den Belag geschnitten, die in Folge mit sogenannten Spick-Kapseln, die mitwasserspeichernder Erde, Dünger und Pflanzensamen befüllt werden. Patenschaft und Pflege erfolgt durch interessierte StadtbewohnerInnen, die per App an die erforderlichen Pflegearbeiten erinnert werden. Mittels Rankhilfen können einzelne Dots auch verbunden und dadurch im Stadtraum optisch auffälliger werden. Die Green Dots sollen auch Bewusstsein für die erforderlichen Klimawandelanpassungen schaffen.

„Vielen Dank an alle, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt haben, und herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen und Gewinner. Es sind so viele großartige und phantasievolle Ideen dabei und ich freue mich auf die Umsetzung.

Der Wettbewerb zeigt, dass den Wienerinnen und Wienern die Begrünung ihrer Stadt ein großes Anliegen ist. Dies ist für uns ein klarer Auftrag gemäß unserem Motto „Raus aus dem Asphalt“ für noch mehr Begrünungsmaßnahmen auf Straßen und Plätzen.“

Mag.a Ulli Sima
Amtsführende Stadträtin für Innovation,
Stadtplanung und Mobilität

Wien wird WOW

Wien wird WOW ist eine Initiative der Stadt Wien, mit der die Stadtplanung zu den Bürgerinnen und Bürgern kommt – dorthin, wo neue Stadt entsteht oder Veränderungen stattfinden. Information und BürgerInnenbeteiligung sind wichtige Aufgaben der Stadt. Wien wird WOW ist nicht nur eine interaktive Ausstellung, die durch Wien tourt, sondern zugleich der größte mobile Workshop der Stadt mit vielen Mitmachmöglichkeiten.

Laufende Projekte von Wien wird WOW

Bürgerbeteiligung „Offen für Wien“
Bis Anfang Juni findet der Beteiligungsprozess zur offenen Markthalle und Umgestaltung des Naschmarktparkplatzes statt. Dort soll ein kühler Ort mit ausreichend Schatten, möglichst viel Grün und hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Ab sofort können Bewohner*innen ihre Erwartungen und Ideen für das neue Grätzelzentrum einbringen.

Mehr über das Projekt hier

Favoriten wird Wow

Willst du mein Favoriten sein?
Wiens derzeit größter Beteiligungsprozess findet im Südraum Favoriten statt. 40.000 Bürgerinnen und Bürger denken über die Zukunft ihres Stadtteils nach.

Mehr über das Projekt hier

Ein Projekt von

Logo Stadt Wien

In Partnerschaft mit

Logo Mobilitätsagentur Wien