©Fürthner

Zwischen den Wienzeilen

Nächste Etappe zur Neugestaltung des Naschmarkt-Parkplatzes: Auf die Ausstellung der besten Einreichungen erfolgt ein gemeinsamer Masterplan.

„Raus aus dem Asphalt“ – unter diesem Motto will die Stadt Wien die 12.000 m² große innerstädtische Hitzeinsel begrünen, kühlen und zu einem attraktiven Grätzltreffpunkt machen. Am Weg zur Umgestaltung wurde auf Basis der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im März ein offener Ideenwettbewerb zur Ermittlung der Teilnehmer*innen am sogenannten „kooperativen Verfahren“ ausgeschrieben. Es ist dies ein Zwischenschritt, bei dem ein Masterplan für die Neugestaltung des Parkplatzes ausgearbeitet wird. Danach folgt ein europaweiter Realisierungswettbewerb.

Beim Ideenwettbewerb wurden 51 unterschiedliche Konzepte von 37 Teilnehmer*innen eingereicht. Daraus wählte die Jury neun Bewerber*innen für die weitere Zusammenarbeit an der Neugestaltung des Platzes aus. Diese neun Einreichungen waren bis 9. Mai am Naschmarktparkplatz ausgestellt. Besucher*innen konnten vor Ort die Einreichungen mittels Feedback-Karten bewerten.

So geht’s weiter:
Arbeitsgruppe erarbeitet „Masterplan“ für Platznutzung

Die neun ausgewählten Bewerber*innen werden nun von der Stadt Wien beauftragt, als Arbeitsgruppe am „kooperativen Verfahren“ teilzunehmen. Die Stadt hat sich entschieden, nicht – wie sonst üblich – gleich einen Realisierungswettbewerb zu starten. Stattdessen erfolgt mit dem „kooperativen Verfahren“ nun ein Zwischenschritt in der Neugestaltung des Naschmarktparkplatzes.

Neben den untenstehenden Vorgaben für den „Masterplan“ bildet das Feedback der Bevölkerung auf die einzelnen, sehr weit gespannten Ideen der Ausstellung eine weitere, wichtige Ergänzung für die zukünftigen Arbeitsschritte im „kooperativen Verfahren“.

Prozessgrafik Zwischen den Wienzeilen

Bei der Ausarbeitung des Masterplans sind die klimatischen, technisch-statischen und stadtmorphologischen Rahmenbedingungen zu beachten und mit den nutzungstechnischen Gegebenheiten in Übereinstimmung zu bringen. Im Rahmen von gemeinsamen Workshops sollen die Ideen zu einem gemeinsamen Konzept verdichtet werden.

Darauf aufbauend wird dann der Realisierungswettbewerb stattfinden. Im ersten Halbjahr 2023 soll schließlich das Siegerprojekt vorliegen.

Einreichungen waren in „drei Töpfe“ möglich

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs konnten nicht nur Planungs-Profis ihre Ideen einreichen. Vielmehr hatten alle Menschen die Möglichkeit, mitzuwirken und sich mit einer kreativen Idee zu bewerben. Die Bewerbungen konnten in folgende drei Töpfe eingereicht werden:

1.    Planungsteams konnten Referenzprojekte (die in anderen Städten oder Orten umgesetzt wurden) einreichen.

2.   Mit skizzenhaft dargestellten Ideen zur Gestaltung konnten sich alle Menschen – auch ohne konkretes Fachwissen – bewerben.

3.   Ein konkretes Nutzungskonzept – also welche Angebote der Platz umfassen soll – konnte textlich oder grafisch eingereicht werden.